IBAM an der Uni Witten/Herdecke

Integriertes Begleitstudium Anthroposophische Medizin

PJ-Unterricht

Die Unterrichtsangebote während des Tertials

Damit man sich schnell in einer unbekannten Klinik zurechtfindet, fängt das PJ-Tertial bei ausreichender PJ-ler-Zahl mit einer Einführungswoche an, in der die Diagnostik-/ und Therapiebereiche sich mittels Hospitationen und Seminare vorstellen sowie Unterricht stattfindet.

Sobald Sie auf Station  sind, findet der Unterricht auf der Ausbildungsstation fall- bzw. themenbezogen und täglich statt: Anhand der Fragen zu ihren Patienten diskutieren die Studierenden Befunde wie EKG, Röntgenbilder usw. mit Fachärzten. Sie lernen an den Fragen der Praxis und nutzen die gewonnenen Erkenntnisse zugleich für die Betreuung ihrer Patienten. Praktische Fertigkeiten wie venöse und arterielle Blutentnahmen, Sonographie, Aszites- und Pleurapunktionen werden je nach Fähigkeit und Schwierigkeitsgrad eigenständig oder angeleitet unter Supervision durchgeführt. Je nach Fachbereich werden manchmal auch Klinische "Mini"-Prüfungen (der sogenannte Mini-C-EX: "Mini Clinical Evaluation Exercise") angeboten, die den jeweiligen Lernbedarf ansichtig machen und das kontinuierliche Lernen unterstützen.

Darüber hinaus gibt es fachbereichsinterne Fortbildungen, an denen Sie teilnehmen können.

Während des PJ-Tertials finden außerdem folgende Unterrichtsangebote statt:

EKG- und Röntgenunterricht

Dieser Unterricht findet im wöchentlichen Wechsel statt. Ein Kardiologe sowie ein Radiologe bauen auf den Vorkenntnissen sowie den Seminaren dazu in der Einführungswoche auf.

AMF und KRT

Auch dieser Unterricht findet im wöchentlichen Wechsel statt:

Das Klinische Reflexionstraining (KRT) findet in einer Art Balintgruppe statt, geleitet von einer Ärztin für Psychosomatik/Neurologie, um die neuen Erfahrungen besser zu bewältigen und an der professionellen Haltung und Entwicklung weiter zu arbeiten. Die von den PJ-lern eingebrachten Themen werden bearbeitet und individuelle realitätstaugliche Handlungsoptionen entwickelt.

Die Anthroposophisch Medizinische Fallbesprechung (AMF) wird von einem anthroposophisch-medizinisch erfahrenen Arzt geführt. Gemeinsam mit Patient und Studierenden der Humanmedizin sowie Auszubildenden/Schülern anderer Gesundheitsberufe wird der/die Patient/in nach vier Ebenen (materielle, physische, seelisch-emotionale sowie geistige Ebene unter Einbezug der Biographie und der sozialen Ebene) anamnestisiert, woraufhin in Abwesenheit des Patienten gemeinsam die konventionellen und anthroposophischen therapeutischen und pharmazeutischen Maßnahmen diskutiert werden.