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Ärztliche Bewusstseinsbildung & Ethik

- ein dreijähriges Curriculum zur ärztlichen Bewusstseinsbildung und Ethik am Beispiel der Medizin im Nationalsozialismus

 

in Kooperation mit dem Ita Wegman Institut für anthroposophische Grundlagenforschung, dem Studium fundamentale und dem Curriculum Berufliche Persönlichkeitsentwicklung und Innere Arbeit des Modellstudiengangs Humanmedizin an der Universität Witten/Herdecke

Das Curriculum "Ärztliche Bewusstseinsbildung und Ethik am Beispiel der Medizin im Nationalsozialismus" erstrebt eine intensive Auseinandersetzung mit medizinethischen Themen - damals und heute. Jährliche Schwerpunktthemen und medizinethische Seminar-Exkursionen zu Gedenkstätten der Verfolgung und Vernichtung im Nationalsozialismus ermöglichen tiefe Einblicke in die Entstehung, Entwicklung, systematische Umsetzung und Auswirkungen des kaum Denkbaren und doch Menschenmöglichen. Die Arbeitsergebnisse jedes Jahres werden der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt und in Diskurs gebracht.

Die Jahresthemen beschäftigen sich mit:

Jahr 1: SS-Ärzte und Häftlingsärzte – das Selbstverständnis der Medizin zwischen Vernichtung und Heilung. Exkursion zu den Gedenkstätten der ehem. Konzentrationslager Auschwitz & Auschwitz-Birkenau.

Jahr 2: Die Freigabe der "Vernichtung lebensunwerten Lebens". Das negierte Lebensrecht des Anders-Seienden. Exkursion zur Gedenkstätte der ehem. Tötungsanstalt Hadamar.

Jahr 3: Politisch-soziale Diskriminierung und Verfolgung. Das entstellte Bild des Menschen. Exkursion zur Gedenkstätte der ehem. Konzentrationslagers Buchenwald & Weimar.

 

nächste öffentliche Veranstaltung

Öffentlicher Präsentations- und Diskurstag zum 2. Jahr
Zeit: Do. 29.10.2020, 14.00-21.00 Uhr
Ort: Witten, genaueres wird noch bekannt gegeben

 Weitere Veranstaltungen im Curriculum "Ärztliche Bewusstseinsbildung & Ethik"

 

zu den bisherigen Aktivitäten:

Mitteilung zur Ausstellung "Lehren von Auschwitz" in der UWH Januar-Februar 2020

Mitteilung zum Vortrag „Euthanasie-Denken und seine Gegner in Medizin- und Sozialgeschichte" 23.01.2020“

Pressemitteilung zum öffentlichen Präsentations- und Diskurstag "Lehren von Auschwitz" 01.11.2019
Pressemitteilung zur Exkursion zu den Gedenkstätten Auschwitz und Auschwitz-Birkenau



Zum öffentlichen Präsentations- und Diskurstag am Fr. 01.11.19, 14-21h in Witten
„Lehren von Auschwitz – Erfahrungen und Ergebnisse einer medizinethischen Exkursion“


Welche Rollen nahmen Mediziner*innen in den Vernichtungs- und Konzentrationslagern der NS-Zeit ein? Wie ist und war die Medizin von Dehumanisierung bedroht? Welche Herausforderungen begegnen uns in der medizinischen Ausbildung und Praxis heute? Und wie können wir Dehumanisierung bewusstseinsbildend entgegenwirken?

Zum Abschluss des 1. Jahres des Curriculum "Ärztliche Bewusstseinsbildung & Ethik" wollen wir gemeinsam mit Ihnen diesen Fragen begegnen. Als Medizin- und Psychologiestudierende der Universität Witten/Herdecke haben wir in diesem Jahr u.a. eine medizinethische Seminarexkursion zu den Gedenkstätten der ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz und Auschwitz-Birkenau unternommen. Das Thema lautete „SS-Ärzte und Häftlingsärzte – das Selbstverständnis der Medizin zwischen Vernichtung und Heilung“.

Wir wollen weiter in die Auseinandersetzung gehen und untersuchen, welche Bedeutung das damalige Verhalten und Geschehen heute hat: für uns, für die Gesellschaft und für eine professionelle Haltung in Gesundheitsberufen.

Als Medizin- und Psychologiestudierende der Universität Witten/Herdecke laden wir Sie herzlich zu diesem öffentlichen Präsentations- und Diskurstag ein.

Wann? Am Fr. 01.11.2019, 14 – 21 Uhr
Wo?  Im Unikat, Bahnhofstraße 63, Witten

Eingerahmt von Experten-Vorträgen, Musik und Podiumsdiskussion stellen wir unsere Erfahrungen, persönlichen Schwerpunktthemen und Arbeitsergebnisse vor - und freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!

Programm (Änderungen vorbehalten)
14:00 Uhr - Einlass & Ankommen
14:30 Uhr - Begrüßung
14:45 Uhr - Tico Tico - Klezmermusik
15:00 Uhr - Prof. Dr. med. Peter Selg | Widerstandskräfte und Überleben: Folgen und Lehren von Auschwitz - am Beispiel Primo Levi (1919-1987) - Vortrag
16:45 Uhr - Pause
17:15 Uhr - Tico Tico - Klezmermusik
17:30 Uhr - Eröffnung der Poster- und Fotoausstellung * - Ein Rundgang mit Gespräch
19:30 Uhr - Podiumsgespräch: (Ent)humanisierung in der Medizin heute

Als Teilnehmer- und Organisator*innen sind wir vor Ort, ansprechbar zu unseren Arbeitsergebnissen, persönlichen Schwerpunktthemen und unseren Erfahrungen.

* u.a. mit den Themen
“Deutsche Industrie -  damals und heute”
“Medizinisches Erbe: Präparate, Publikationen und Namen”
”Privatleben und Frauen der SS”
“Stolpersteine in Witten”
Med. Widerstand & Ethik in Auschwitz. Über Häftlingsärzte, Häftlingskrankenschwestern/-pfleger und andere Kräfte des Widerstands
“Tod der Urgroßeltern erforschen” - Methodik für Andere
“Queeres Leben und Verfolgung queerer Menschen während der NS-Zeit”
"Zur Aktualität der 'Medizin im Nationalsozialismus' für die Ausbildung in Gesundheitsberufen"

und einer Fotowand mit Bildern von der Exkursion an die Gedenkstätten in Auschwitz

 

Programm wird nach Anklicken des Bildes sichtbar.

Gefördert von:

zur WUG (Klick aufs Bild)

zur Bethe Stiftung (Klick aufs Bild)