Veranstaltungen
Organologie
Organologie I (Sem 01)
Das Seminar gibt eine Übersicht über Methode und Praxis der Anthroposophischen Medizin. Die Lerninhalte der POL-Fälle des 1. Jahrgangs werden im Ablauf berücksichtigt.
Im Blickpunkt steht der Haltungs- und Bewegungsapparat des Menschen. Welche Gestaltungsprinzipien lassen sich am Bau des menschlichen Skelettes ablesen? Was sind die anatomischen Voraussetzungen für den aufrechten Gang? Was unterscheidet das menschliche Skelett vom tierischen?
Organologie II (Sem 02)
Im Blickpunkt stehen die großen Organsysteme und Lebensprozesse des Menschen im Zusammenhang mit den POL-Fällen des 2. Semesters: Herz-Kreislauf-System, Atmungssystem, gastrointestinale Stoffwechselprozesse im Hinblick auf die Verdauungstätigkeit, Ausscheidung im Zusammenhang mit dem Urogenital-Trakt u.a.
Wir wollen die schulmedizinische Perspektive auf Anatomie, Physiologie und Biochemie der Organe für ein vertieftes Verständnis integrieren und um körperliche, organismusbezogene, seelische und geistige Aspekte des Menschen erweitern. Dabei werden die embryologische Entwicklung der einzelnen Organe eine besondere Rolle spielen. Zusammenfassende Gesichtspunkte und Wechselbeziehungen der einzelnen Organsysteme untereinander werden behandelt.
Organologie III (Sem 03)
Einleitend wird eine Übersicht über Gliederung, Funktion und Erkrankungs-Tendenzen des Nervensystems erfolgen. Dann wollen wir uns Fragen zuwenden wie: Welche Rolle spielt das Gehirn beim Vorstellen und Denken? Wie kommt es zur bewussten Wahrnehmung? Welche Funktion hat das Nervensystem beim Bewegen? Ist der Wille des Menschen und somit sein Handeln frei?
Organologie IV (Sem 04)
Blut- und Immunsystem, gynäkologische, andrologische und urologische Organe und Erkrankungen sind unter anderem Themen in diesem Semester. Zentral werden wir die Frage verfolgen, wie die im Selbstbewußtsein erfahrbare Individualität (das menschliche Ich) im Organismus verankert ist und wirkt - dabei werden Immunologie, Hygiene-Hypothese, Tumorbiologie wichtige Themen sein.
Anthroposophische Anthropologie
Anthroposophische Anthropologie I (Sem 01)
Wer oder was ist der Mensch? - Zum Selbstverständnis des Menschen im Blick auf Gesundheit und Krankheit.
Interdisziplinäre Seminarreihe für das 1. Sem. Humanmedizin
Was wir über das Wesen des Menschen und über uns selbst lernen können und müssen, um heilsam mit Patienten und in der Medizin tätig sein zu können.
Am Anfang des Medizinstudiums sollte die Frage nach einem umfassenden Verständnis des Men-schen in allen seinen Dimensionen stehen.
Anthroposophische Anthropologie II (Sem 02)
Wie kann der Mensch anthropologisch und medizinisch in seiner Ganzheit erfasst werden?
In diesem Semesters - Neueinstieg möglich! - werden wir das Verständnis der Gliederung des Menschen in Körper - Organismus – Seele – Geist vertiefend erarbeiten. Inwiefern und wie lässt sich ein derart erweitertes Verständnis vom Menschen zur Erklärung von Gesundheit, Krankheit und Heilung eines Menschen konkret anwenden?
Zur Beantwortung dieser Frage werden wir u.a.
- eine feinere Differenzierung der Wesensanteile des Menschen mit ihren Aufgaben, Funktionen, Wechselbeziehungen und Einflussnahmen erarbeiten
- aktuelle Modelle und bewusstseinsgeschichtliche Entwicklungen zum Verständnis von Gesundheit und Krankheit und zum Verhältnis Patient*in - Ärztin/Arzt betrachten.
weitere Informationen s. UWE
Anthroposophische Anthropologie III (Sem 03)
Was ist das Selbst? Wie kann eine Medizin aussehen, die das Selbst und seine Entwicklung sowie inhärenten Gesetzmäßigkeiten berücksichtigt?
Die beiden letzten Jahrzehnte tragen eine Signatur, in welcher erkennbar wird, dass das Selbst des Menschen auf neue Art wahrgenommen und erlebt wird bzw. versucht wird zu entwickeln - Begriffe wie Selbstwahrnehmung, Selbstmanagement, Selbstentwicklung, Selbstfürsorge, Selbstheilung weisen darauf hin. Zudem sind spirituelle Techniken wie MBSR und Meditation in der Medizin und Gesundheitsversorgung angekommen und zeigen erstaunliche Wirksamkeit.
Im Seminar arbeiten wir mit aktueller naturwissenschaftlicher Forschungsliteratur, Erlebnisberichten sowie geisteswissenschaftlichen Grundlagentexten. Raum für Erörterung von Fragen, Übungen und reflexive Arbeit steht zur Verfügung.
Anthroposophische Anthropologie IV (Sem 04)
Was ist das Selbst? Wie kann eine Medizin aussehen, die das Selbst und seine Entwicklung sowie inhärenten Gesetzmäßigkeiten berücksichtigt?
Die beiden letzten Jahrzehnte tragen eine Signatur, in welcher erkennbar wird, dass das Selbst des Menschen auf neue Art wahrgenommen und erlebt wird bzw. versucht wird zu entwickeln - Begriffe wie Selbstwahrnehmung, Selbstmanagement, Selbstentwicklung, Selbstfürsorge, Selbstheilung weisen darauf hin. Zudem sind spirituelle Techniken wie MBSR und Meditation in der Medizin und Gesundheitsversorgung angekommen und zeigen erstaunliche Wirksamkeit.
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19.03. - 26.03.2026 - Naturexkursion in die Tessiner Alpen, Künstlerische Anatomie des Menschen (Sem01)
Anatomie leitet sich vom griechischen Wort „Anatomein“ ab, was „zerschneiden“ bedeutet. Um die Organe an der Leiche zu untersuchen, zerschneiden wir den Körper. Diese Zerteilung des Ganzen in immer kleinere Teile wird durch die Mikroskopie und Molekulargenetik fortgeführt. Aber wir gelangen wir dann wieder zum Ganzen? „Habe nun die Teile in der Hand, fehlt leider nur das Geistige Band“ heißt es in Goethes „Faust“. Kann uns eine künstlerische Betrachtung dabei helfen, den Menschen als Ganzes wieder in den Blick zu bekommen? Was ergibt sich uns, wenn wir das Skelett als Kunstwerk ansehen und nach grundlegenden Gestaltungsprinzipien suchen?
Welche Gestaltungsformen finden sich im Schädel, welche in den Extremitäten? Wie verändert sich die Qualität, wenn wir von der Schulter zur Hand hinüber wandern? Lassen sich die Unterschiede musikalisch fassen? Und lassen sich auch solchen Übungen methodische Werkzeuge für ein ganzheitliches Betrachten entwickeln, die uns im Verständnis von Organen, Erkrankungsprozessen und Heilmitteln weiterhelfen?
Zielgruppe:
- UWH Humanmedizin 1. Semester, ggf. auch 2. Semester;
Ansprechpartner: PD Dr. med. Christian Scheffer (MME)
Kostenbeitrag: Für Studierende: 170€ (für Verpflegung, Unterkunft, Bergbahnen etc.)
Eine frühzeitige Anmeldung ist erforderlich. Für die Anmeldung ist ein kurzes Motivationsschreiben bis zum 05.01.26 zu senden an: Christian Scheffer. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt.
Vorbesprechungstermin: Montag, 12.01.2026, 19.30-21.00
Ort: Cafè Leye, Bahnhofstr. 13, 58452 Witten
23.03. - 27.03.26 - Heilmittelherstellungs- & Pharmaziepraktikum Mod. III: Metallische Heilmittel (Sem 01-12)
Beim Heilmittelherstellungspraktikum im geht es um metallische Arzneimittel. Am Beispiel des Eisens kann man physiologisch erfahren, welche häufig sehr spezifische Rolle den Metallen in Enzymen und Eiweißen im Organismus zukommt. Oft werden durch sie als aktive Gruppen oder Zentren spezifische Stoffwechselfunktionen erst möglich. Am Eisen im Hämoglobin kann man das sehr schön verfolgen. Auf der anderen Seite erfährt man im pathologischen Fall des Eisenmangels und der daraus resultierenden vielfältigen Symptome bis hin zu Müdigkeit, Mattigkeit, Erschöpfung und Antriebsarmut die funktionellen und seelischen Auswirkungen des Eisens im Organismus bei einem Mangel. In dieser Woche werden wir uns umfänglichen Versuchen im Labor widmen, um dem Besonderen und den Möglichkeiten der verschieden Metalle (Eisen, Kupfer, Silber, Quecksilber, Gold, Silber, Blei und Stibium) näher zu kommen und die Substanzen gleichsam sprechend zu machen. Seminare und eigenständiges Arbeiten im Labor werden sich abwechseln. Spezielle Chemiekenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Zum Abschluss des Tages werden wir in einer „therapeutischen Stunde“ die therapeutischen Anwendungen zusammentragen.
Dozierende: Julia Claus, Dr. Wolfram Engel, Prof. Dr. med. Friedrich Edelhäuser u.a.
Zeit: Mo. 23.03. - Fr. 27.03.26,
Anreise So. 22.03.2026
Die An- und Abreise ist selbst zu organisieren.
Ort: Weleda, Möhlerstr. 3, 73525 Schwäbisch-Gmünd
Zielgruppen:
- UWH Humanmedizin ab 1. Sem.
- UWH Psychologie BSc ab 3. Sem., MSc ab 1. Sem.
- Studierende in Gesundheitsberufen anderer Fakultäten: ab 5. Sem.
- Interessierte Ärztinnen/Ärzte, TherapeutInnen u.a.
Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Friedrich Edelhäuser
Kosten:
- für Berufstätige: 360€
- für Mitglieder im Verein für Lehre und Forschung in der Anthroposophischen Medizin e.V.: 240€
Studierende können kostenfrei teilnehmen
10.04. - 12.04.26 - Semestervorbereitungstage 4. Semester
Immunsystem, Pädiatrie, Fortpflanzungsorgane u. a. m. sind die Themen des kommenden 4. Semesters! – Zur Vorbereitung darauf und damit Sie einen inhaltlichen Überblick über das Semester gewinnen können möchten wir Sie zu den Semestervorbereitungstagen herzlich einladen!
Vorbereitend auf das 4. Semester werden wir uns mit grundlegenden Aspekten zu Gesundheit und Krankheit beschäftigen und die zentralen Themen des 4. Semesters vorbereiten. Methodisch sind neben Seminargesprächen Impulsvorträge, Übungen und Kleingruppenarbeit vorgesehen. Damit werden u.a. Grundlagen für ein eigenständiges klinisches Denken in der Klinikphase ab dem 5. Semester gelegt.
Durch künstlerische Übungen wird das Seminar bereichert und aufgelockert.
15.04. - 18.04.26 - Herz-Insuffizienz
Ostertagung der GÄAD
Genaue Beschreibung folgt
Veranstaltungsort:
Tagungszentrum Kassel
Wilhelmshöher Allee 330, 34134 Kassel
ab 20.04.26 - Stressbewältigung durch Achtsamkeit - Mindfulness-Based Stress Reduction (Sem 01-12)
Der 8-Wochen MBSR-Kurs nach Prof. Jon Kabat-Zinn trägt als gut erforschtes, wirksames Übungsprogramm zu mehr Achtsamkeit, Lebendigkeit, Selbstvertrauen und Stressbewältigung im Alltag bei.
Was ist Achtsamkeit und wie kann sie helfen, mit Stress umzugehen?
Achtsamkeit ist ein praxisorientierter und erfahrungsbasierter Weg, der uns lehrt, uns selbst und die Welt auf eine unmittelbare und lebendige Weise zu erleben. Das Programm beinhaltet Achtsamkeitsübungen in körperlicher Ruhe und in Bewegung. Die Achtsamkeitspraxis hilft, eigene Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen bewusster wahrzunehmen. Somit können wir eigene stressverschärfende Gedanken, unangenehme Gefühle und automatische Reaktionsmuster klarer erkennen. So kann selbst in großer Arbeitsdichte ein Raum entstehen, um neue Haltungs- und Handlungsmöglichkeiten zu erproben. Es kann ein bewusster und heilsamer Umgang mit stressigen Situationen entwickelt und der eigene menschliche Freiheitsgrad erforscht werden. Für Studierende kann dies besonders im Hinblick auf Prüfungsstress und für die Bewältigung herausfordernder Alltagssituationen hilfreich sein.
Neben der Anmeldung über UWE schick bitte eine kurze Mail an Rosa Michaelis zur knappen Verdeutlichung Deines Interesses an dem Kurs teilzunehmen und zur Terminvereinbarung für das Vorgespräch.
Ein Vorgespräch von 20 – 30 Minuten wird per Zoom geführt. Der Termin wird per Email mit der Kursleiterin ausgemacht. Das Gespräch dient der Erörterung von persönlichen Zielen und Erwartungen an den Kurs.
Kosten: pro Teilnehmer 80,00 Euro, für ein individuelles Vorgespräch, 8 Abendtermine (je 2,5 Std.), ein Tages-Intensivseminar (Tag der Achtsamkeit), Kursmaterialien und Übungsaufnahmen
24.04. - 26.04.26 - Semestervorbereitungstage 3. Semester
Neuroanatomie, Neurologie sind die Themen des 3. Semesters. – Zur Vorbereitung darauf und damit Sie einen inhaltlichen Überblick über das Semester gewinnen können, laden wir Sie zu den Semestervorbereitungstagen herzlich ein!
Der aktuelle POL Fall wird an dem WoE gründlich und exemplarisch aufgearbeitet und gleichzeitig wird eine Übersicht über die wichtigsten Aspekte des Nervensystems vermittelt.
Wie kann man sich inhaltlich gut auf das 3. Semester einstimmen? Dazu möchten wir Ihnen ein orientierendes Konzept vorstellen und entlang ihrer Fragen und Interessen zu Aspekten der Neurologie und zum Stoff des 3. Semesters arbeiten. Unter anderem werden wir die Embryologie des Nervensystems ansehen, weil daraus vieles leichter verstehbar ist und abgeleitet werden kann. Aber auch Fragen wie z.B. zum Zusammenspiel von Gehirn und Bewusstsein können wir behandeln oder
Fragen zur Plastizität des Nervensystems.
Ein wirklich hilfreiches Werkzeug für ein Verständnis der im kommenden Semester behandelten Inhalte ist die funktionelle Dreigliederung des menschlichen Organismus aus der Anthroposophischen Medizin. Der Ansatz hilft die Anatomie und die Physiologie der Organe des Nervensystems und ihre funktionelle Zusammenarbeit im Organismus besser verstehen zu können. Das Konzept ermöglicht einen Überblick über die Organsysteme, liefert einen roten Faden durch den Stoff des Semesters und
ermöglicht es, aus dem Verständnis der gesunden Funktion Ansatzpunkte für Pathologie und Therapie zu entwickeln. Zudem bietet die funktionelle Gliederung eine gute Basis für den späteren interprofessionellen Dialog z.B. mit Physio und Ergotherapie, künstlerischen Therapien und Körpertherapien. – Damit werden auch die Grundlagen für ein eigenständiges klinisches Denken in der Klinikphase ab dem 5. Semester gelegt.
08.05. - 09.05.26 - Biochemie von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten und von wichtigen Stoffwechselzyklen (Sem 01-04)
Kohlenhydrate, Proteine und Fette stehen im Zentrum des menschlichen Stoffwechsels, der den Abbau der Nahrung, den Aufbau körpereigener Substanzen und die Bereitstellung von Energie umfasst. Was sind die typischen Charakteristika und wie unterscheiden sich diese Substanzgruppen? Wie lassen sich ihre Hauptfuntionen im Körper des Menschen zusammenfassend beschreiben? Welche Rolle spielen dabei die Stoffwechselzyklen, deren Vernetzung und Regulation?
27.05.26 - Anthroposophische Medizin, Pharmazie und Heilpädagogik im Nationalsozialismus; Ergebnisse eines Forschungsprojektes (2014-2026), Vortrag und Diskussion
29.05.-30.05.26 - Promotions- und Forschungsseminar Anthroposophische Medizin
Der Mensch, mit seinen körperlichen, lebendigen, seelischen und geistigen Dimensionen, steht im Mittelpunkt anthroposophisch-medizinischen Handelns und Forschens. Anthroposophische Medizin verbindet Naturwissenschaft mit Psychologie und Geisteswissenschaft. Entsprechend eröffnen sich viele Möglichkeiten für wissenschaftliche Fragestellungen, von der theoretischen und experimentellen Grundlagenforschung bis zur klinischen Forschung mit Einzelfallstudien, systematischen Umfragen, quantitativen und qualitativen Verfahren sowie Versorgungsforschung und kontrolliert-randomisierten Studien. Darüber hinaus blickt Anthroposophische Medizin auf die Chronobiologie, die pharmazeutische Entwicklung mit naturbasierten Arzneimitteln und die medizinische Anthropologie.
Suchen Sie nach einer wissenschaftlichen Arbeit für eine Promotion, Master- oder Diplomarbeit in diesen Bereichen? Dann können Sie bei diesem Seminar fündig werden. Neben der Vorstellung vieler Institutionen und aktueller Forschungsprojekte erfahren Sie aus erster Hand, wie es Studierenden mit ihren jeweiligen Forschungsprojekten ergangen ist und können Forschende und zukünftige Betreuer:innen ansprechen.
Zum Auftakt am Freitagabend werden wir uns mit aktuellen wissenschaftlichen Ansätzen in der Versorgungsforschung und deren Weiterentwicklung beschäftigen. Welche Wege des Forschens für eine plurale und der Zukunft von Mensch und Erde verpflichteten Wissenschaft sind denkbar? Können Grundannahmen der Wissenschaft und der Medizin neu gedacht, Forschungs- und Arbeitsweisen neu gegriffen werden? Darüber wollen wir uns gemeinsam austauschen.
Detailliertes Programm folgt.
05.06. - 06.06.26 - Exkursion: Phyto- und Aromatherapie im Allgäu
„Düfte sind die Gefühle der Blumen.“ (Heinrich Heine)
Die Aromatherapie erfreut sich immer größerer Beliebtheit und Bekanntheit in Gesundheitsberufen als auch im Privatgebrauch. Diese Seminarreise bietet erste Einblicke: was sind ätherische und fette Pflanzenöle, Hydrolate und worin unterscheiden sie sich. Wozu braucht es Trägersubstanzen? Es werden einige der am häufigsten verwendeten Pflanzen in Form von Steckbriefen vorgestellt bzw. selbstständig erarbeitet. Abgerundet wird die Exkursion durch einen Besuch des Heilpflanzengartens auf der Burghalde mit Erklärungen zu den diversen Einsatzgebieten von Heil- und Arzneipflanzen, sowie eine Führung durch die Labors und Herstellungsräume der Bahnhof-Apotheke Kempten.
Zielgruppe: offen für Studierende aller Fachrichtungen
Teilnehmeranzahl: mindestens 10, max. 20 Personen
Anfahrt: selbst organisiert
Unterkunft: selbst organisiert
26.06. - 28.06.26 - Einführungswochenende in die Anthroposophie
Was ist Anthroposophie, was meint anthroposophisch erweiterte Psychologie und Medizin? Diesen Fragen wollen wir an dem Wochenende nachgehen.
Zuerst wollen wir uns in gemeinsamen Gesprächen entlang von mitgebrachten persönlichen, auch kritischen Fragen zur Anthroposophie austauschen und differenziert auf sie eingehen. Darauf aufbauend wollen wir im zweiten Teil des Wochenendes ausführlich auf die Grundlagen der anthroposophischen Menschenkunde, anthroposophisch erweiterten Medizin und Psychologie eingehen und Perspektiven aufzeigen, die sich aus ihnen für das therapeutische Handeln ergeben können. Willkommen sind gleichermaßen diejenigen, die das Wort „Anthroposophie“ in diesem Text das erste Mal lesen, wie auch alle, die an diesem Wochenende ihr bereits erlangtes Wissen und ihre Erfahrung im Bereich der Anthroposophie erweitern möchten. Geplant ist ein Rahmen, der viel Platz für die spontanen Bedürfnisse der Gruppe bereithält. Vielfalt in der Gruppe bereichert den Austausch.
27.06.26 - Einführung in die anthroposophische Patient:innenbetrachtung – Schwerpunkt Therapeutische Herzphysiologie (Sem01-04)
Bestandteil des IBAM-Kerncurriculums im Hinblick auf das IBAM-Zertifikat
Wie können wir einen erkrankten Menschen so wahrnehmen, dass wir auch der Persönlichkeit des Menschen, ihrer Vielfalt und ihrem tieferen Anliegen gerecht werden? Können wir einen diagnostischen Blick entwickeln, der sowohl die naturwissenschaftlich (objektivierende) als auch subjektive Seite zusammensieht? Wie kann das bei einem Menschen mit Herzerkrankung gelingen? Gibt es dort andere Gesichtspunkte als das Herz nur als Pumpe zu verstehen? Wie ist das Herz mit unseren Lebenskräften verbunden, mit unseren Emotionen, mit unserer Individualität? Im Rahmen einer Patient:innenbegegnung werden wir untersuchen, inwieweit eine solche Betrachtung für die Entwicklung einer Integrativen Diagnose und Therapiefindung hilfreich ist.
03.07. - 04.07.26 - Häufige Erkrankungen in der hausärztlichen Praxis / Hausapotheke - Schlafstörungen, Erschöpfung, körperliche Verletzungen (Sem01-04)
Wie können wir uns in den Anforderungen der heutigen Zeit gesund erhalten und unsere Selbstheilungskräfte stärken? Wie können wir Krankheitssymptomen ganzheitlich therapeutisch begegnen und den Krankheitsverlauf begleiten ?
In diesem Praxis-Seminar wollen wir uns - ausgehend von der Betrachtung des Menschen in seiner Ganzheit mit lebendigem Organismus, Seele und Geist - ein Verständnis zur Gesundung, Gesunderhaltung und Stärkung der Konstitution gemeinsam erarbeiten.
Anhand von angeleiteten äußeren Anwendungen (Wickel, Auflagen, Bäder) und dem Erleben der Wirkungen, Patientenfällen und Heilpflanzenbetrachtung besprechen wir Bedingungen und Möglichkeiten der umfassenden Behandlung mit anthroposophischen und naturheilkundlichen Heilmitteln bei saisonbedingten Erkrankungen.
Teil 1) Frühjahr / Sommer
> Erschöpfungszustände, Schlafprobleme, körperliche Verletzungen ...
unter besonderer Betrachtung von Lavendel und Rosmarin
Teil 2) Herbst / Winter
> Erkältungskrankheiten, gastrointestinale Probleme ...
unter besonderer Betrachtung von Senf, Ingwer, Kamille …
Beide Teile können unabhängig voneinander besucht werden.
Anmeldung in UWE, Teilnehmerzahl mindestens 8
Anmelden als extern Teilnehmende/r
Kosten: für Berufstätige: 150 € (für Mitglieder im Verein für Lehre und Forschung in der Anthroposophischen Medizin e.V.: 100€); Studierende können kostenfrei teilnehmen
SAVE THE DATE: 25.07.– 01.08.26 - Sommerexkursion Pflanzen- & Heilpflanzenerfahrungen, Wahrnehmungsschulung und meditative Naturbetrachtung (Sem 02-12)
„Vor Eiger, Mönch und Jungfrau"
Dozent: Prof. Dr. med. Friedrich EdelhäuserZeit: Sa., 25.07. – Sa., 01.08.2026
Ort: Wengen, oberhalb des Lauterbunner Tal (südlich Interlaken)
Zielgruppen:
- UWH Humanmedizin ab 2. Sem.
- UWH Psychologie BSc ab 1. Sem., MSc ab 1. Sem.
- Studierende in Gesundheitsberufen anderer Fakultäten: alle Semester
- Interessierte Ärztinnen/Ärzte, TherapeutInnen u.a.
Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Friedrich Edelhäuser
Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Bergbahnen:
für Berufstätige: 390€
für Studierende: 190€
Kosten für An- und Abreise sind in diesen Beträgen nicht enthalten.
Eine frühzeitige Anmeldung ist erforderlich. Anmeldeschluss: 30.05.2026
Die Teilnehmerzahl ist auf 35 TN begrenzt.
Zum Ende des Sommersemesters bieten wir eine Heilpflanzen- und Natur-Exkursion an. - In die Flora der Berner Alpen zu Füssen von Eiger, Mönch und Jungfrau. Kursziel ist eine vertiefte Pflanzen- und Heilpflanzenerkenntnis. Wir werden in die Formensprache der Alpen- und Heilpflanzen eintauchen, differenzierte Gestaltungskräfte der einzelnen Pflanzen an ihrem Standort und ihrer Familien erkennen lernen und daran Fähigkeiten im Erfassen möglicher Heilwirkungen von Pflanzen entwickeln. Seminaristische Arbeit drinnen und Exkursionen in die Umgebung werden sich abwechseln.
Die Pflanzenexkursion ist auch als Vorbereitung für die Pharmaziewoche zu pflanzlichen Heilmitteln bei der Weleda im September 2026 gedacht.
Gelegentliches Zeichnen und Malen von Pflanzen und Landschaftsstimmungen hilft die Beobachtung zu vertiefen und sich dem Charakteristischen der jeweiligen Pflanzen zu nähern. Die Übungen zum Erfassen der Pflanzen und die Exkursionen werden von Friedrich Edelhäuser angeleitet.
Am Abend werden wir zu den Tageserlebnissen einen gemeinsamen Rückblick gestalten und ums Feuer sitzen und reden und singen oder auch zu den Pflanzen und zur Natur passende Märchen oder Geschichten lesen oder erzählen. Verwandte Gestaltungskräfte in menschlichen Phantasiebildern und im Erfassen der äußeren Natur können so erlebbar werden.
Anmeldung in UWE (ist möglich, sobald für Sommersemester 2026 immatrikuliert)
SAVE THE DATE: 01.08. - 08.08.26 - Naturexkursion in die Tessiner Alpen, Wahrnehmungsschulung u. meditative Naturbetrachtung (Sem01)
Viele Heilmittel in der traditionellen und auch in der anthroposophischen Medizin stammen aus der Natur. Wie aber bekomme ich einen Bezug zu den Heilpflanzen, der über eine Kenntnis der Inhaltstoffe hinausgeht? Kann ich die Pflanzen so gut kennen lernen, dass ich ein Gespür für ihre Wirkung bekomme? Kann ich einen Natursinn entwickeln, der mir einen Zugang zu Lebensprozessen in Mensch und Natur öffnet?
Im Rahmen von Naturexkursionen, Landschaftsbetrachtungen und Pflanzenstudien werden wir uns diesen Fragen nähern. Die naturwissenschaftliche Betrachtungsweise Goethes, das Wandern in den Tessiner Alpen und der gemeinsame Austausch über Erkenntnisfragen bilden die Kernthemen unserer Exkursion. Das gelegentliche Zeichnen von Pflanzen und Landschaften dient dazu, die Beobachtungen zu vertiefen. Meditative Bewegungsübungen schärfen die Aufmerksamkeit und öffnen innere Räume für die Natur-betrachtung. Als Dozenten nehmen der Dozent für Eurythmie Stephan Nussbaum sowie als klinisch tätiger Arzt Dr. Christian Scheffer teil.
Zielgruppe:
- UWH Humanmedizin 1. Semester, ggf. auch 2. Semester;
Ansprechpartner: Dr. med. Christian Scheffer (MME)
Kostenbeitrag: Für Studierende: 190€ (für Verpflegung, Unterkunft, Bergbahnen etc.)
Eine frühzeitige Anmeldung ist erforderlich.
Für die Anmeldung ist ein kurzes Motivationsschreiben bis zum 12.06.26 zu senden an: Christian Scheffer.
Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt.
Vorbesprechungstermin: Montag, 15.06.2026, 19.30-21.00
Ort: Cafè Leye, Bahnhofstr. 13, 58452 Witten
weitere Informationen
Zeit und Ort
Anmeldung in UWE (ab dem 27.03.26 möglich)
SAVE THE DATE: 21.09.-25.09.26 - Heilmittelherstellungs- & Pharmaziepraktikum Modul IV: Pflanzeninhaltsstoffe (Sem 01-12)
„Das Heilen besteht eben darin, dass man dasjenige, was im Organismus als ursprüngliche Heilkraft schon vorhanden ist, durch äußere Mittel unterstützt.“ (Rudolf Steiner)
In den Pharmaziepraktika im Herstellungslabor I-IV werden im Wesentlichen zwei Schritte gemeinsam unternommen: Erstens geht es um eine Erkenntnis von Substanzen, ihrer Eigenschaften und Qualitäten, sowie deren Verwandtschaft mit dem Menschen. Zweitens werden wir gemeinsam die pharmazeutische Aufbereitung und Komposition von Substanzen durchführen, um die „Veredelung“ von Substanzen bis zum fertigen Arzneimittel aktiv nachzuvollziehen. Dabei wird das praktische, eigenständige Arbeiten im Labor im Vordergrund stehen.
Im Begleitstudium ist für den Bereich Pharmazie eine Reihe von vier Wochenblöcken für die Pharmazie vorgesehen. Dabei wird das praktische, eigenständige Arbeiten im Labor im Vordergrund stehen.
Beim kommenden IBAM - Heilmittelherstellungspraktikum Modul IV vom 21.- 25. September 2026 geht es um Pflanzeninhaltsstoffe, die Gewinnung der Pflanzensubstanz für die Arzneimittel und um Potenzierungsverfahren. Pflanzenheilmittel sind die ältesten Pharmaka der Medizin und werden vermutlich in der Zukunft wieder eine größere Rolle spielen als Komponenten einer „Green Pharmacy“, die in geeigneten Fällen eine Ergänzung oder Alternative zu den häufig sehr umweltbelastenden synthetischen Pharmaka darstellen. In dieser Woche werden wir uns verschiedenen Extraktionsverfahren und unterschiedlichen Wärmeanwendungen bei der Herstellung von Pflanzenarzneimitteln widmen. Seminare und eigenständiges Arbeiten im Labor werden sich abwechseln. Spezielle Chemiekenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Einmal am Tag finden kasuistische Fallbesprechungen zu ausgewählten Phytopharmaka mit der Allgemeinärztin Tatjana Grah aus Berlin statt. Ein Nachmittag im nahe gelegenen Heilpflanzengarten ergänzt die Woche.
Dozierende: Julia Claus, Dr. Christian Birringer, Prof. Dr. med. Friedrich Edelhäuser u.a.
Zeit: Mo. 21.09. - Fr. 25.09.26, Anreise So. 20.09.2026
Ort: Weleda, Möhlerstr. 3, 73525 Schwäbisch-Gmünd
Zielgruppen:
- UWH Humanmedizin ab 1. Sem.
- UWH Psychologie BSc ab 3. Sem., MSc ab 1. Sem.
- Studierende in Gesundheitsberufen anderer Fakultäten: ab 5. Sem.
- Interessierte Ärztinnen/Ärzte, TherapeutInnen u.a.
Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Friedrich Edelhäuser
Kosten:
- für Berufstätige: 360€
- für Mitglieder im Verein für Lehre und Forschung in der Anthroposophischen Medizin e.V.: 240€
Studierende können kostenfrei teilnehmen
SAVE THE DATE: 28.09. - 02.10.26 - Global Health: Genf-Exkursion zu Internationalen Gesundheitsorganisationen
Aktuelle Analysen der Situation an medizinischen Fakultäten in Deutschland zeigen einen Mangel an Lehrangeboten zum Thema globale Gesundheit. Die weltweite Pandemie hat die Bedeutung dieses Themas deutlich gemacht, und wir möchten Studierenden die Möglichkeit geben, sich im Rahmen ihres Studiums intensiv damit auseinanderzusetzen. Zu diesem Zweck haben wir die Gen-Exkursion ins Leben gerufen. An den ersten beiden Tagen dieser Woche werden wir Hintergrundwissen zu internationaler Gesundheitspolitik, zur Terminologie der globalen Gesundheit sowie zu globalen Gesundheitsfragen, Herausforderungen und Konzepten vermitteln. Zu diesem Zweck werden die Studierenden Vorträge vorbereiten, die zu Beginn der Woche in Münster und Witten gehalten und anschließend diskutiert wurden. Wir werden auch Experten einladen, um den Studierenden einen tieferen Einblick in das Thema zu geben. Dies ist eine Kooperation mit der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster.
Die anschließende dreitägige Exkursion nach Genf mit einem Besuch bei internationalen Gesundheitsorganisationen wie dem Hauptsitz der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Médecins Sans Frontières (MSF), dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), UNAIDS und UNHCR vertieft das in Vorträgen und Diskussionen mit Mitarbeitern vor Ort Gelernte. So erhalten Sie einen Einblick in die Arbeitsweise internationaler Organisationen sowie in die Ansätze der internationalen Gesundheitspolitik und Gesundheitsprogramme.
Seminare in Kooperation mit dem Studium fundamentale
Allgemeine Hinweise
Wir laden Sie herzlich zu den Kooperationsveranstaltungen zwischen IBAM / IBAP und dem Studium fundamentale ein! Alle diese Veranstaltungen finden sich auch in filterbarer Darstellung unter "Meine UWH" - einfach in der rechten Randleiste im Bereich "Modulzuordnung" ein entsprechendes Häkchen setzen!
Die meisten IBAM-Stufu-Kooperationsveranstaltungen sind ab Jahrgang 51 im Rahmen des Projektstudiums, einzelne auch im Kerncurriclum des IBAM anrechenbar.
Das Studium fundamentale, das die Studierenden der Universität Witten/Herdecke durch ihr gesamtes Studium begleitet, lässt sie an einem Tag in der Woche vom regulären Studium innehalten. Sie widmen sich grundlegenden Reflexionen, kommunikativen Erfahrungen und künstlerischer Praxis. Neue Horizonte eröffnen, übergreifende Zusammenhänge erschließen - und schlicht und einfach die Möglichkeit haben, anders zu denken und zu handeln.
ab 23.04.26 - Einführungsveranstaltung – Wissenschaftlicher Grundgedanke der Anthroposophie
Gibt es eine „geistige“ Welt? Falls ja, wie könnte man sie wissenschaftlich untersuchen? Um uns diesen zwei Fragen zu nähern, werden zunächst wissenschaftlich untersuche Phänomene (wie Nahtoderfahrungen, Reinkarnationserinnerungen und Forschung an Medialität) dargestellt und kritisch evaluiert, die Hinweise auf eine „geistige“ Welt liefern könnten. Im Anschluss beschäftigen wir uns mit einer Methode, die eine wissenschaftliche Erkenntnis einer „geistigen“ Welt anstrebt (die Anthroposophie). Dabei soll auf ihren philosophischen Ausgangspunkt eingegangen und die Grundidee und das methodische Vorgehen der Anthroposophie dargestellt und kritisch betrachtet werden. Dazu arbeiten wir mit aktueller naturwissenschaftlicher Forschungsliteratur, Erlebnisberichten sowie anthroposophischen Grundlagentexten. Raum für Erörterungen von Fragen und Kritik und reflexive Arbeit steht zur Verfügung. Dieser Kurs bietet demnach eine erste Einführung in die Grundprinzipien und Wissenschaftlichkeit der Anthroposophie und kann als Grundkurs für ein Verständnis der Anthroposophie betrachtet werden.
ab 23.04.26 - Gesundheit im Dialog
Wie lebt es sich mit einer (chronischen) Erkrankung?
Welche täglichen Probleme bringt eine solche Erkrankung mit sich?
Wie können neue Gesundheitsräume trotz Erkrankung geschaffen werden?
Diesen und vielen anderen Fragen gehen Studierende gemeinsam mit Patientinnen und Patienten in individuell geführten Gesprächen auf die Spur.
Im Mittelpunkt steht dabei die Vielschichtigkeit von Gesundheit sowie die Suche nach Möglichkeiten, Gesundheit individuell und strukturell mittels guter Fragen, offenem Zuhörens und konkreter Ideen zu fördern.
ab 23.04.26 - Heilpflanzenkunde - Ein Praxiskurs zur ältesten Medizin der Menschheit
Die Pflanzenheilkunde, welche die beiden Disziplinen Botanik und Medizin miteinander vereint, ist vielleicht gerade deshalb so faszinierend, weil hier die Kräfte der Natur besonders deutlich werden. Ihre Grundlage ist ein ganzheitliches Menschen- und Naturverständnis, aus dem sich verschiedene Ansätze entwickelt haben. Diese reichen von der Humoralpathologie über die Klostermedizin, die homöopathische Medizin, die Kneipp-Medizin bis zur anthroposophischen Medizin. Statt einzelne Symptome zu behandeln, geht es in diesen Therapiekonzepten immer darum, die individuelle Konstitution von Körper, Geist und Seele ins Gleichgewicht zu bringen; ihre Philosophie beruht darauf, den "ganzen Menschen" zu behandeln und nicht nur die Diagnose oder die aktuellen Symptome.
Schon die Vorfahren der modernen Medizin, z. B. der griechische Arzt Hippokrates von Kos oder Hildegard von Bingen, nutzten die Heilkräfte von Pflanzen für ihre Therapien, gleichgültig, ob es sich dabei um die angenehmen Wirkungen der traditionellen Heilkräuter und Gewürze oder um die relativ gefährlichen Wirkungen von Giftpflanzen handelte. Kräuterkundige verwenden eine Fülle von Heilpflanzen zur Behandlung alltäglicher oder gewöhnlicher Beschwerden. Sie ziehen es vor, ganze Pflanzen zu verwenden und deren Synergieeffekte zu nutzen, anstatt Pflanzenbestandteile zu isolieren oder zu synthetisieren, wie es meist in der modernen Pharmakologie üblich ist. Aus Pflanzenextrakten kann eine Vielzahl von Heilmitteln (Tees, Tinkturen, Öle, Salben, Cremes usw.) hergestellt werden, die eine sichere und wirksame Methode der natürlichen Gesundheitsvorsorge mit wenigen Nebenwirkungen ermöglichen.
ab 23.04.26- One Health und Planetary Health – Grundlagen und Lösungsvorschläge für Wege aus der Krise
Zum Selbstverständnis des Menschen im Blick auf die globale Umweltkrise: One Health, Planetary Health und die Frage, was wir (über uns selbst) lernen können und müssen, um anders mit der Natur leben zu lernen.
In Anbetracht der existenziellen, globalen und von uns Menschen gemachten Umweltkrise werden wir dieser Frage entlang der zentralen ökologischen Zukunftsherausforderungen und orientiert an der Suche nach dem Wie eines neuen Zusammenlebens von Mensch und Planet nachgehen.
Die Inhalte werden von einem interdisziplinären Kollegium aus Naturwissenschaft, Kunstwissenschaft, Pädagogik, Kulturanthropologie und Medizin, Ernährungswissenschaft und Landwirtschaft vermittelt. Gemeinsam wollen wir uns mit Ihnen fragend auf Lösungssuche begeben.
30.04. - 02.05.26 - Zeitordnungen des Lebens – Zyklische, lineare und präsentische Zeit in Medizin, Pädagogik und Gesellschaft
Die naturgegebene Zeitlichkeit des Lebendigen ist in erster Linie durch zyklische Prozesse und Rhythmen gekennzeichnet, die auch im subjektiven leiblichen Erleben zum Ausdruck kommen. Das gilt etwa für den Herzschlag, die Atmung, den Schlaf-Wach-Rhythmus oder die Tagesperiodik der Hormonausschüttung. Zyklisch wiederholen sich auch Trieb und Befriedigung, Bewegung und Ruhe, Verausgabung und Erholung.
Dieser zyklischen Struktur der gelebten Zeit steht die Ordnung der linearen (Uhr-)Zeit gegenüber, die sich in der Naturwissenschaft und Lebenswelt westlicher Gesellschaften seit der Neuzeit zunehmend etabliert hat. Diese ist charakterisiert durch eine wachsende Beschleunigung, Aufhebung von Rhythmen und den Verbrauch der natürlichen Ressourcen, die den Lebensprozessen zugrunde liegen.
Der Kongress hat zum Ziel, die Dialektik der drei Zeitprinzipien zunächst grundsätzlich zu untersuchen, um sich dann ihrer konkreten Ausgestaltung insbesondere in der Medizin, in der Pädagogik, in Studium und biographischer Entwicklung zu widmen. Dabei wird es um Konflikte, Krisen ebenso wie Potenziale und Veränderungsmöglichkeiten der Zeitordnungen gehen.
19.06. - 21.06.26 - EXKURSION: Gesundheit-Ernährung-Landwirtschaft/One Health: Das Boden-Mikrobiom
Das Mikrobiom, die Gesamtheit aller Mikroorganismen innerhalb eines Habitats (Boden, Pflanze, Tier, Mensch, Ökosystem), wurde in den letzten Jahren zunehmend in seiner umfassenden Bedeutung für alle Lebensvorgänge auf der Erde und im Menschen erkannt.
Das Bodenmikrobiom spielt dabei eine zentrale Rolle und ist Ausgangsort und Vernetzungsstelle für die Mikrobiom-Anteile in der Pflanzen- und Tierwelt sowie beim Menschen (Nature Rev. 2023).
Das Mikrobiom eines fruchtbaren Bodens umfasst Billionen von Bakterien, Viren, Archaeen, Pilzen und Protozoen, deren Einfluss auf unzählige physiologische Prozesse und Lebensvorgänge wir erst almählich zu verstehen beginnen.
Termin vor der Exkursion: 11.06.26, 09.00-13.00
01.08. - 07.08.26 - Meditationsretreat - Philosophie und Praxis der Bewusstseinsentwicklung und Selbstbildung
Dieser Kurs gibt die Möglichkeit, sich in der Meditation zu vertiefen, sowohl theoretisch als auch in der Praxis. In täglichen Übungseinheiten für die individuelle Praxis werden Grundfähigkeiten der Meditation entwickelt. Die Teilnehmenden führen ein reflexives Tagebuch über ihre Erfahrungen. Verschiedene Rahmenkonzepte und Theorien sowie Geschichten aus den Weisheitstraditionen werden neben Forschungsergebnissen behandelt und in der Gruppe diskutiert. Die zentrale Frage des Kurses kann so formuliert werden: Welche Bedeutung hat die Meditation für mich und in der heutigen Gesellschaft?
Der Kurs geht über eine Woche, außerhalb des Semesters (1.-7. August 2026) und kostet 200 Euro pro Person.
Vorbesprechung: Di. 14.04.26, 19.00-20.00 via Zoom
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Biographiearbeit
Was ist Biographiearbeit?
Der Lebenslauf des Menschen ist Ausgangspunkt der Biographiearbeit. In jedem Menschenleben gibt es Erlebnisse, Ereignisse und Krisen, die Fragen nach den Zusammenhängen und dem Sinn entstehen lassen.
Im Rahmen des Integrierten Begleitstudium Anthroposophische Psychologie und des Integrierten Begleitstudium Anthroposophische Medizin wird Biographiearbeit angeboten, welche den Studierenden die Gelegenheit gibt, an aktuellen Fragen und Herausforderungen der eigenen Biographie zu arbeiten. Gerade ein Studium erfordert viele Umstellungen, birgt Herausforderungen und wirft entsprechende Fragen auf, und das Angebot soll hier individuelle Gesprächsmöglichkeiten, Unterstützung und Begleitung bei aktuellen Entscheidungen, Problemen und Lebensfragen bieten.
Das Angebot kann in Anspruch genommen werden in Form von:
- biographischer Einzelarbeit oder
- im Rahmen eines Fortbildungskurses
Der Fortbildungskurs gliedert sich in ein Einführungsseminar, zwei Vertiefungskurse und ein Abschlussmodul.
Der Aufbau des Programms entspricht den Richtlinien der BVBA (Berufsvereinigung Biographiearbeit auf Grundlage der Anthroposophie).
Mit allen Modulen (ca. 8 Wochenenden) wird die Qualifikation “Grundlagen der Anthroposophischen Biographiearbeit & Gesprächsführung für Ärzte und Psychologen“ erreicht.
Podcast Interview mit Andrea Körsgen & Carine Biessels
Video Kurzvorstellung Biographiearbeit von Andrea Körsgen & Carine Biessels
Biographische Einzelarbeit (Beratungsangebot für Studierende)
Studierende der UWH können im Rahmen dieses Angebotes individuelle Unterstützung und Begleitung bei aktuellen Entscheidungen, Lebensfragen und Problemen erhalten. Dies kann nicht nur eine persönliche Suche nach dem „Roten Faden“ sein, sondern auch die Erfahrung und Einübung einer Methode, mit der man später selbst mit Patienten arbeiten möchte. Für mehr Information und Anmeldungen gerne an biographiearbeit@uni-wh.de schreiben.
Biographie Arbeiterinnen: Carine Biessels & Andrea Körsgen
Kontakt und Anmeldung: biographiearbeit@uni-wh.de
ab 20.02. - 21.02.2026 Biographiearbeit erlernen - NEUER Einführungskurs
In der Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie können die Teilnehmer (Studierende der UWH) in einer festen Gruppe die Methode der Biographiearbeit erleben. Neben Gesprächen nutzen wir kreative Mittel, um biographische Gesetzmäßigkeiten, eigene Lebensthemen, individuelle Kraftquellen, Motive und Fähigkeiten zu entdecken. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Einüben einer unterstützenden und wertschätzenden Gesprächsführung. Der Kurs versteht sich als zusammenhängende Einheit und die Teilnahme sollte nach Möglichkeit an allen drei Wochenenden erfolgen.
Termine
Modul 1: 20. - 21.02.2026
Modul 2: 06. - 07.03.2026
Modul 3: 08. - 09.05.2026
Maximal 26 Teilnehmende. Neben der Anmeldung in UWE ist eine Anmeldung an biographiearbeit@uni-wh.de erforderlich. Der Kurs ist für Medizin- und Psychologiestudierende gedacht. Ein Platz wird nur über biographiearbeit@uni-wh.de vergeben. Gerne können sich Studierende aus anderen Fachrichtungen anmelden. Übrige Plätze werden an Studierende aus anderen Fachrichtungen Anfang Januar von den Dozierenden über die Warteliste verteilt.
29.05. - 31.05.2026 - Biographiearbeit erlernen - Vertiefungskurs I
Quereinstieg nach Absprache möglich
Modul 4 und Modul 5: 29.05. - 31.05.2026
Rhythmische Massage
Was ist Rhythmische Massage?
Die Rhythmische Massage ist die Therapie der anthroposophischen Medizin, die den Menschen im wörtlichen Sinne unmittelbar berührt. Sie wurde von Dr. med. Ita Wegman, der ärztlichen Mitarbeiterin Dr. Rudolf Steiners, vor fast hundert Jahren aus der klassischen schwedischen Massage entwickelt und gemeinsam mit Dr. med. Margarethe Hauschka für das anthroposophisch-geisteswissenschaftlich erweitere Verständnis von Gesundheits- und Krankheitsprozessen nutzbar gemacht.
In fünf aufeinander aufbauenden Modulen werden die Wirkprinzipien der Rhythmischen Massage übend vermittelt.
Um die notwendigen Grundkenntnisse für eigene Anwendungen zu erlangen, ist die Teilnahme an allen fünf Modulen empfehlenswert.
Zur Erlangung eines Zertifikats kann der Kurs mit einer Abschlusswoche beendet werden.
14.03.2026 - Erinnern, Üben, Vertiefen - Arbeitstreffen Rhythmische Massage
Vortragende: Regine Göbels
Abhaltungstermin: Sa, 14.03.2026, jeweils 10:00-17:00
Ort: Waldorf-Institut Witten-Annen, Annener Berg 15, 58454 Witten - Teichbau
Dieser Kurs richtet sich an Absolvent*innen bisheriger Kurse und Teilnehmer*innen des aktuell lfd. Kurses Nigella
24.04. - 26.04.26 - NEUER KURS Rhythmische Massage - Aufbaumodul 1 (Olibanum) (Sem02-12)
In fünf aufeinander aufbauenden Modulen, die jeweils thematisch in sich abgeschlossen sind, werden durch eigenes Erfahren und praktisches Üben die Wirkprinzipien der Rhythmischen Massage vermittelt. Bezugnehmend auf die vier Grundelemente Erde, Wasser, Luft und Feuer (Wärme) mit ihren jeweiligen Qualitäten lernen die Teilnehmer die Besonderheiten der Berührungsqualtität und die entsprechenden Griffqualitäten der Rhythmische Massage kennen.
Während des gesamten Kursverlaufes werden zum jeweiligen Thema passende Behandlungssequenzen vermittelt.
Zur Erlangung der notwendigen Grundkenntnisse, die zur praktischen Anwendung der erlernten Griffe befähigen, ist eine Teilnahme an allen fünf Modulen empfehlenswert.
Thema des 1. Moduls: Berührung
15.05. - 17.05.26 - Rhythmische Massage - Aufbaumodul 3 (Nigella) (Sem04-12)
In fünf aufeinander aufbauenden Modulen, die jeweils thematisch in sich abgeschlossen sind, werden durch eigenes Erfahren und praktisches Üben die Wirkprinzipien der Rhythmischen Massage vermittelt. Bezugnehmend auf die vier Grundelemente Erde, Wasser, Luft und Feuer (Wärme) mit ihren jeweiligen Qualitäten lernen die Teilnehmer die Besonderheiten der Berührungsqualtität und die entsprechenden Griffqualitäten der Rhythmische Massage kennen.
Während des gesamten Kursverlaufes werden zum jeweiligen Thema passende Behandlungssequenzen vermittelt.
Zur Erlangung der notwendigen Grundkenntnisse, die zur praktischen Anwendung der erlernten Griffe befähigen, ist eine Teilnahme an allen fünf Modulen empfehlenswert.
Thema des 3. Moduls: Rhythmus - Atmung - Luftorganismus